Was eine gut angepasste Brille ausmacht
Viele Menschen denken bei einer neuen Brille zuerst an das Gestell. Für gutes Sehen zählt aber vor allem, was dahinter passiert. Am Anfang steht die Sehstärkenbestimmung: Zuerst ermitteln wir mit einem Messgerät objektive Ausgangswerte, danach gleichen wir sie im subjektiven Sehtest mit Ihnen ab. Erst Ihre Rückmeldung zeigt, mit welchen Gläsern Sie wirklich entspannt und scharf sehen. Heraus kommen die Werte für Kurz- oder Weitsichtigkeit, gegebenenfalls eine Hornhautverkrümmung und, falls nötig, ein Nahzusatz zum Lesen.
Danach folgt ein Schritt, den man von außen kaum sieht: die Zentrierung. Wir messen Ihren Pupillenabstand und die Höhe Ihrer Augen in der gewählten Fassung. Nur wenn der optische Mittelpunkt der Gläser genau vor Ihren Pupillen liegt, bilden die Gläser so ab, wie sie sollen. Bei höheren Werten und bei Gleitsichtgläsern merkt man schon kleine Abweichungen. Zum Schluss richten wir Bügel und Nasenpads aus, damit die Brille nicht drückt und nicht rutscht.
Ein Hinweis noch: Der Sehtest beim Optiker ersetzt keine augenärztliche Untersuchung. Haben Sie Schmerzen, plötzliche Sehverschlechterung oder andere Beschwerden, gehören Sie zuerst zum Augenarzt.
Fernbrille, Lesebrille oder Gleitsicht?
Die Fernbrille
Wer kurzsichtig ist, sieht in der Nähe gut und in der Ferne unscharf. Eine Fernbrille gleicht das aus und ist für viele beim Autofahren unverzichtbar, gerade in der Dämmerung.
Die Lesebrille
Etwa ab Mitte vierzig fällt das Lesen kleiner Schrift bei fast allen Menschen schwerer. Das liegt an der Augenlinse, die mit den Jahren an Elastizität verliert und sich nicht mehr so gut auf die Nähe einstellen kann. Eine Lesebrille hilft beim Buch, beim Handy und beim Kleingedruckten. Am Schreibtisch ist sie für den Bildschirm allerdings oft zu stark. Dann lohnt sich ein Gespräch über eine Arbeitsplatzbrille oder eine Gleitsichtbrille, die mehrere Entfernungen abdeckt. Für Gleitsichtgläser bieten wir eine Verträglichkeitsprüfung an, damit Sie vorher wissen, worauf Sie sich einlassen.

Gläser und Brillenfassungen: worauf es ankommt
Die meisten Brillengläser bestehen heute aus Kunststoff, weil er leichter ist als Glas. Bei stärkeren Werten empfehlen wir oft hochbrechende Gläser, die dünner ausfallen und die Fassung weniger belasten. Eine gute Entspiegelung reduziert störende Reflexe. Das merken Sie nachts im Straßenverkehr und am Monitor.
Bei den Brillenfassungen hilft eine alte Faustregel als Startpunkt: Zu runden Gesichtern passen oft eckigere Formen, zu kantigen Gesichtszügen eher runde oder ovale. Genauso wichtig ist, dass der obere Rand ungefähr der Linie Ihrer Augenbrauen folgt und die Brillenbreite zum Gesicht passt. Bei starken Gläsern spielt auch die Größe eine Rolle, denn kleinere Gläser bleiben am Rand dünner. Am Ende entscheidet trotzdem Ihr Spiegelbild.
Kinderbrillen und Brillen für jeden Bedarf
Kinder sagen selten von sich aus, dass sie schlecht sehen. Sie halten Bücher sehr nah, kneifen die Augen zusammen oder verlieren beim Lesen schnell die Lust. Eine Kinderbrille muss vor allem gut sitzen und einiges aushalten, ob auf dem Schulhof oder beim Toben. Wir haben eine große Auswahl an Kinderbrillen und beraten Familien auch zum Thema Myopie-Management. Daneben fertigen wir Sportbrillen, Schwimmbrillen und Arbeitsplatzbrillen mit Ihrer Sehstärke. Wer früher beim Optimist im Bielefelder Westen Kunde war, wird übrigens inzwischen bei uns am Niederwall betreut.